FAQ



Flo, wer bist du?

Ich bin Flo, klar, und wohne direkt an der Schleswig-Holsteinischen Ostseeküste im schönen Eckernförde und bin als Erzieher in einer Wohngruppe tätig. Beruflich habe ich daher überhaupt nichts mit Rum und Spirituosen zu tun. Das ist zu 100% Hobby und Passion. 



Seit wann und warum interessierst du dich für Rum?

Zum Rum gekommen bin ich mit Anfang 20 über die Cocktailszene. Das war so im Laufe des Jahres 2010 und dann sehr intensiv ab 2011. Beim Mixen der Drinks fiel mir immer wieder auf, dass es mir die Cocktails mit Rum, etwa mit Appleton Estate Jamaica Rum z.B., mit Abstand am meisten angetan haben. Ohne es da schon zu wissen, zeigte sich hier also eigentlich schon, auf welche Insel es letztendlich hinauslaufen würde. ;) Und so probierte ich dann auch meine ersten Rums pur. 



Was war deine erste große "Rum-Liebe"?

Das war, auch wenn ich das heute selbst kaum glauben kann und mag, noch kein Jamaicaner, sondern der Diplomatico (damals hieß er noch so, heute Botucal) Reserva Exclusiva. Bei dem merkte ich zum ersten Mal, dass es auch Alkohol gibt, der einem pur wirklich schmeckt. 



Auf Barrel Aged Thoughts geht es aber viel eher um brachiale Jamaicaner als um gesüßte Rums. Wie kamst du von dort auf die unbehandelten Rums der Unabhängigen Abfüller? 

Das kam mit der Zeit. Ich lernte damals Leo kennen, der früher auch hier geschrieben hat und der schon einen Schritt weiter war als ich. Er brachte mir diese Rums nahe. Der Rest kam dann von alleine. Probiert, probiert und immer mehr und immer weiter probiert. Wir erschlossen uns diese riesige und zu der Zeit noch fast unbekannte Welt gemeinsam und "autodidaktisch", denn auf vorhandenes Wissen konnten wir damals kaum zurückgreifen. War eine tolle Zeit! Jamaica, und hier vor allem die Destillerien Hampden und Long Pond, kristallisierte sich ab da sehr klar als meine Lieblingsinsel heraus. Aber auch einige Rums aus Barbados oder Guyana gefallen mir sehr. 



Wie bist du auf die Idee gekommen zu bloggen?

Express Yourself! Im Sommer 2011 ging ich mit Mai Tai Roa Ae! zum ersten Mal online. Das war noch ein Cocktailblog, auf dem der Mai Tai Cocktail, bis heute mein uneingeschränkter Lieblingsdrink, im Mittelpunkt stand. 



Wie wurde aus Mai Tai Roa Ae!  dann Barrel Aged Thoughts

Im Herbst 2012 löste ich diesen Blog auf und an seiner statt kam Barrel Aged Thoughts. Dafür holte ich mir Marco und Leo ins Boot. Zu dritt steckten wir die Themen Demerara Rum, Barbados Rum, Jamaica Rum, Rhum Agricole und American Whisky ab! Es gab damals keinen einzigen Rum Blog weltweit (!) der uns wirklich komplett gefiel. Viele Blogger schrieben für die Spirituosen-Industrie und es störte uns, dass wenn man nach Rum Abfüllungen gesucht hat, man kaum etwas gefunden hat. Kaum echte Geschmacksbeschreibungen, kaum echte Erfahrungsberichte. Und zu seltenen Abfüllungen schon gar nicht. Wir wollten das ändern und den Menschen und Connaisseuren da draußen den richtig guten Stoff Nahe bringen. 



Du führst den Blog heute alleine. Was ist passiert?

Leider hielt unser Dreiergespann nicht lange durch, da Leo kaum Zeit hatte zu Schreiben und bei mir das Interesse zwischen 2013 und 2015 aus persönlichen Gründen deutlich nachließ und erst 2016 wieder zurück kam. Dadurch stand ich Marco im Wege, der deshalb verständlicher Weise erfolgreich eigene Wege ging. Heute habe ich meine Leidenschaft für Rum wieder neu entdeckt, weswegen es hier auch weiter geht. 



Warum erscheinen deine Reviews nicht auch in englischer Sprache?

Ich bin der englischen Sprache zwar mächtig, aber Sprache an sich ist in meinen Augen mehr als nur Mittel zum Zweck sich mitzuteilen. Sie ist auch ein tolles Spielzeug. Es macht mir Spaß Reviews zu schreiben und ein Minimum an Eloquenz ist dabei mein Anspruch an mich selbst. Und diesem kann ich aus meiner Sicht nur in meiner Muttersprache gerecht werden. 



Welcher Grundgedanke leitet dich beim Schreiben deiner Reviews?

Ich schreibe meine Reviews seit jeher genau so, wie ich sie selbst gern bekäme. Die Frage "Was brauche ich, um den Rum mittels des Reviews gut einschätzen zu können?" leitet mich dabei. Und hier lege ich den Fokus tatsächlich weniger auf subjektiv wahrgenommene Assoziationen (diese sind einfach bei jedem anders und von Popel bis explodierende Airbags schmecken einige ja quasi alles mögliche heraus) als viel mehr auf den Körper und Charakter eines Rums und auf Vergleiche zu ähnlichem und bekannten. Das ist zwar auch niemals völlig objektiv, geht aber sehr viel mehr in diese Richtung.



Inzwischen gibt es deutlich mehr Rum Blogs. Die meisten haben ein Bewertungssystem von 1 - 100 Punkten. Warum vergibst du keine Punkte?

Ich kann einer Punktewertung vor allem aus zwei Gründen nicht viel abgewinnen:

Erstens, weil man kaum verhindern kann, dass Reviews dann von außen sehr gerne genau darauf reduziert werden. Das ist nicht nur schade, sondern auch unfair dem Rezensenten gegenüber. Das hat, ohne arrogant klingen zu wollen, auch etwas mit dem eigenen Anspruch zu tun. Verzichtet man auf die Punktevergabe, so bleibt dem Leser nichts anderes übrig als mehr oder weniger das ganze Review oder zumindest mal das gesamte Fazit zu lesen. Man verhindert, dass man unfreiwillig reduziert wird und geht sicher, dass man tatsächlich vermittelt, was man vermitteln wollte. Genau das ist mein Anspruch und ich möchte diesem gerecht werden. Ich vermeide bewusst die Möglichkeit, dass der Leser weniger bekommt als ihm zusteht. 

Und zweitens sind Punkte etwas extrem subjektives. Sie sagen einzig etwas darüber aus, wie gut oder schlecht ich als Rezensent den Rum empfand, nicht aber darüber, wie viel ihr Leser mit dem Rum anfangen könnt. Und darum, dass ihr als Leser etwas damit anfangen könnt geht es mir als Rezensenten doch letztendlich. Da kommt dann wieder mein eigener Anspruch ins Spiel. Und mein Anspruch ist, dass der Leser hinterher mehr über sich selbst in Bezug auf den Rum weiß als über mich und den Rum. Siehe dazu auch vorangegangene Frage. 



Verfolgst du mit Barrel Aged Thoughts  irgendwelche kommerziellen Interessen?

Nein, der Blog war immer und ist bis heute ein reines privates Hobby. Als Rezensent bewahre ich mir damit meine Unabhängigkeit. Diese ist mein kostbarstes Gut. Würde ich sie verlieren, wäre dieser Blog nichts mehr wert.



Was hat es mit dem "Recommended by Barrel Aged Thoughts"-Sticker auf einigen Abfüllungen von The Rum Cask auf sich?

Dazu muss ich etwas weiter ausholen, weswegen ich das hier noch genauer ausführen werde. 



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Erwähnen möchte ich zuletzt noch, dass es mein Rum Kollege, der Thomas von RUMBOOM, war, der mich zu dieser Idee mit seinen eigenen FAQs bewogen hat. Das hat mir sehr gut gefallen, weswegen ich mich ebenfalls dran gesetzt habe. ;) Super Sache, Thomas!

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