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Montag, 1. Mai 2017

"Mai tai roa ae!" - MAI Tai 2.0

Sehr verehrte Rum- und Mai Tai Freunde,

genau vier Jahre ist es nun her, da startete ich hier auf Barrel Aged Thoughts den ersten MAI Tai Monat Mai. Ich erklärte den gesamten Mai 2013 zum Monat des berühmten Tiki Drinks und habe hier auf BAT vor allem die vielen Artikel meines ersten Blogs, "Mai tai roa ae! - Mythos und Moderne" hochgeladen, die seinerzeit noch immer ausstanden. Damals waren dementsprechend nur wenige neue Mai Tai Reviews dabei. Einen Moment. Vor vier Jahren? Ja, ich habe auch extra nochmal alle Jahreszahlen mit dem aktuellen Kalender abgeglichen. Und es kam heraus, ja, das ist wirklich alles schon so lange her. Wahnsinn!

Dieses Jahr, das hatte ich am 12. März bereits angekündigt, rufe ich den Mai 2017 auf Barrel Aged Thoughts erneut zum Mai Tai-Monat Mai aus! 


Wie wird das dieses Jahr laufen? 

Der MAI Tai 2.0 wird so ein wenig spiegelverkehrt zum Mai 2013 verlaufen. Das heißt: sehr viele neue Reviews, die ich für euch vorbereitet habe und nur ganz vereinzelt ein paar unveröffentlichte von früher. Es werden natürlich auch einige längst vergriffene Rums dabei sein, aber auch eine Menge, die (bis dahin hoffentlich) noch verfügbar sind. Das ganze soll ja im Wesentlichen durchaus auch praktische Vorzüge für euch Leser haben.


Wie wirst du die Mai Tais mixen?

Bis auf die ganz alten Reviews oder Ausnahmen, bei denen ich dann aber individuell im Review auf die veränderte Rezeptur eingehen werde, werden alle Mai Tais mit Pierre Ferrand Orange Curacao, Meneau Orgeat, sowie simplem Zuckersirup von Monin zubereitet werden unter folgender Grundrezeptur, angelehnt an das Original von Trader Vic:


  • 6,0 cl Rum
  • 1,5 cl Pierre Ferrand Orange Curacao
  • 1,0 cl Meneau Orgeat
  • 0,5 cl Zuckersirup
  • 3,0 cl Limettensaft


Allerdings bitte ich zu beachten, dass dieses Rezept lediglich eine grobe Orientierung darstellt, mit der ich persönlich sehr gut fahre. Es ist aber jede Limette z.B. anders und auch die eigene Tagesform kann sich auf das Balance-Empfinden von Süße zu Säure auswirken. Daher kann es natürlich Abweichungen geben, die ich dann im Vorfeld selbstverständlich auch korrigiere. Die Rezeptur ist weder für mich ein Dogma, noch sollte sie das für irgendjemanden sonst sein. Wenn ihr den Mai Tai süßer oder saurer mögt, stärker oder weniger stark, dann wandelt ihr das Rezept natürlich dahingehend ab. Es geht nicht darum, sich stur an ein Rezept zu klammern, sondern darum, dass euch die Drinks schmecken.
An jedem Sonntag wird euch darüber hinaus, wie beim letzten Mal vor vier Jahren auch, eine Pur-Verkostung erwarten, jeweils mit einem tollen Rum, der dann einen Tag später auch im Mai Tai verkostet wird.


Auf was dürfen wir als Leser besonders gespannt sein?

Als besonderen, vielleicht auch leicht zweifelhaften, Leckerbissen werde ich gleich morgen zu Beginn mein allererstes Mai Tai Review überhaupt hier hochladen, welches ich im Juli 2011 verfasst habe. Nostalgie pur und so ein wenig Belustigung zur Einstimmung in diesen feucht-fröhlichen Monat. Was das für einer war? Verrate ich noch nicht ;) Aber: alle Zutaten dazu, inklusive der Rums, sind auch heute noch verfügbar!
Darüber hinaus werden aber auch ein paar echte Kracher-Rums kommen, die in den letzten Monaten viel Aufmerksamkeit für sich verbuchen konnten. Der The Rum Cask Hampden 26 YO Jamaica Rum 1990 sei hier nur beispielhaft als einer davon genannt. Das wird sehr groß werden!


Flo! Das klingt alles super, aber ca. 25 Mai Tais in einem Monat... man kann es auch übertreiben!

Völlig richtig! Deshalb habe ich diesen Monat auch von langer Hand geplant und viele der neuen Reviews sind nach und nach entstanden und damit bereits fertig. Davon abgesehen darf ich mich nicht zuletzt auch darüber freuen, im Laufe des Monats hier noch zwei Gäste auf meinem Blog begrüßen zu dürfen, die auch jeweils einen Mai Tai für euch besprechen werden. Wer hier in den letzten Tagen und Wochen aufmerksam gelesen hat, der hat vermutlich auch schon eine Vorstellung, um wen es sich dabei handeln wird.
Dieser Monat, um darauf noch einmal kurz zurückzukommen, ist für mich also gesundheitlich vollkommen unbedenklich. Alkohol soll und muss in Maßen getrunken werden, das möchte ich euch Lesern vermitteln und dieser Monat steht dazu nicht im Widerspruch. Das ist mir, für mich und für euch, auch sehr wichtig!

Mit diesen Worten wünsche ich euch nun noch einen schönen 1. Mai!

Bis morgen zum ersten Drink
Flo



Sonntag, 9. März 2014

Panama in Ashes mit The Rum Cask Panama Rum 8 YO

Liebe Rum Gemeinde,

heute möchte ich euch kurz die Neuinterpretation eines Drinks vorstellen, den es erst seit ein paar Jahren gibt, sich seit dem aber großer Beliebtheit unter Cocktailliebhabern erfreut, dem Vienna in Ashes von Philip Bischoff.

Das Rezept des Drinks lautet folgendermaßen:

Vienna in Ashes 

  • 5 cl Mozart Black Chocolate Liqueur
  • 2 cl Grand Marnier Cordon Rouge
  • 1,5 cl Laphroaig 10 Years Old Single Malt Whisky
  • Orangenzeste


Nun steht hier seit geraumer Zeit mein Fläschchen The Rum Cask Panama Rum 8 YO (2004 - 2012) mit 54,5% vol. und überdeutlichem Islay Malt Finish herum. Leo hatte den Rum vor ca. einem dreiviertel Jahr auch hier vorgestellt und war sehr angetan. Meins war der Rum pur allerdings nicht so, zu wenig bin ich von Islay begeistert, welches diesen Rum so sehr geprägt hat. So blieb nur die Variante übrig, den Rum in einem Drink zu testen. Ich durchstöberte also die Datenbanken nach Drinks, welche einen Islay Malt verlangen und stieß so auf den Vienna in Ashes.
In Ermangelung an Grand Marnier Cordon Rouge ersetzte ich nicht nur den Laphroaig durch den Rum, sondern auch diesen durch Pierre Ferrand Orange Curacao, der, wie der Grand Marnier, auch auf Cognac Basis hergestellt wird. Das Rezept war nun dieses:


Schwarz wie die Nacht: der Panama in Ashes.
Panama in Ashes

  • 5 cl Mozart Black Chocolate Liqueur
  • 2 cl Pierre Ferrand Orange Curacao
  • 1,5 cl The Rum Cask Panama Rum 8 YO Cask Strength
  • Orangenzeste

Zugegeben, der Name irritiert, wurde doch der Wiener (bzw. Salzburger) Anteil garnicht substituiert, aber ich wollte den Drink nicht unter gleichem Namen vorstellen, das hätte ich noch unpassender gefunden.
Der Drink kommt zunächst, wenn man nur noch den Purgenuss von Rum gewöhnt ist, ziemlich süß daher, was sich mit zunehmender Verwässerung aber relativiert. Die Ballance der drei Zutaten stimmt, spielen sie doch wunderbar zusammen und ergänzen einander. Die Kombination aus dunkler Schokolade, Orange und Rauch überzeugt mich, ist aber nichts für jeden Tag!

Nächsten Sonntag erwartet euch wieder ein Review von Marco. Wir wünschen eine schöne und erfolgreiche Woche.

Bis dahin,
Flo

Freitag, 31. Mai 2013

MAI Tai - La Grande Finale

Liebe Rum Gemeinde!

Geschafft!

Der Mai verabschiedet sich in diesen Stunden mit einem herrlichen Frühsommer-Tag und hier auf Barrel Aged Thoughts heißt es heute: La Grande Finale!

Ich möchte den Tag dazu nutzen, ein kleines Fazit des MAI Tai Monats zu ziehen. Welche Mai Tais haben mich besonders überzeugt? 25 MAI Tais liegen hinter mir, neun davon habe ich mit den aktuell für mich besten Zutaten neu gemixt.
Wer schon auf Mai tai roa ae regelmäßig mitgelesen hat, der wird bemerkt haben, dass ich die Drinks, anders als früher, nicht in Punkten bewertet hatte; bis jetzt ;) Denn das wird heute nachgeholt. Showdown! Wie gewohnt werden Punkte von 1 (mies) bis 10 ("Mai tai roa ae!") vergeben, wobei es auch halbe Punkte gibt. Let's go!

10 Punkte Mai Tais:

- Duncan Taylor Hampden Jamaica Rum 22 YO ('90 - 12) (nicht diesen Monat getestet)



9,5 Punkte Mai Tais:




9 Punkte Mai Tais:




8,5 Punkte:




8 Punkte Mai Tais:




7,5 Punkte Mai Tais:




7 Punkte Mai Tais:




Außer Bewertung:

- Cadenhead's Cask Strength St. Lucian Rum SLJD from St. Lucia Distillers 9 YO ('99 - '08) (da keine Vergleichbarkeit)

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Fazit: es gibt viele Sieger und kaum Verlierer. Klar, die Vorauswahl war getroffen, aber wie man beim LPS Long Pond Rum 1st Release gesehen hat, wurde nicht jeder Mai Tai durch die neuen Zutaten, Pierre Ferrand Orange Curacao und Meneau Orgeat, auch besser. War mir der Rum beim ersten Tasting damals zu dominant, so ging er nun mit den aktuellen Zutaten fast unter. Schade!
Davon abgesehen, haben mich aber fast alle Mai Tais begeistert, auch wenn einige wenige (genannt sei in diesem Fall explizit der Appleton 21) das Geld, trotz dessen, dass die Qualität und das Ergebnis stimmen, nicht wert sind.
Meine Preis-Leistungssieger heißen Robinson Cask Smooth 55 und LPS Long Pond 2nd Release. Leider ist letzterer nicht mehr verfügbar, weswegen ich hier den Robinson besonders herausstellen möchte. Dieser macht einen 8-Punkte-Mai Tai für unter 20 Euro, das ist in meinen Augen nicht zu toppen, grandios! Schade, dass er nicht die Bekanntheit und das Image innehat, welches er verdient!
Hab ich etwas vergessen? Ja: wenn Geld keine Rolle spielt, dann macht man mit Duncan Taylor Jamaica Rum 22 YO ('90 - '12) nicht viel verkehrt. Herausragender Rum für viel Geld. Allerdings stimmt hier das Preis-Leistungsverhältnis, im Gegensatz zum Appleton Estate 21. Der ist sein Geld wirklich wert.

Was bleibt mir zu sagen?

Ich freue mich, dass das Interesse an den alten und neuen Mai Tais so groß war! Viele haben die Entwicklung des MAI Tai Monats täglich verfolgt und ich kann an dieser Stelle versprechen, dass weitere Mai Tais folgen werden, wenn neue Rums herauskommen, die sich dazu eignen den Drink zu mixen.

Im Juni geht es nun wieder mit den Rum Reviews weiter und wir hoffen, dass ihr dabei bleibt :)

Bis demnächst und einen schönen Juni,
Flo & das Barrel Aged Thoughts-Team

Freitag, 24. Mai 2013

Cadenhead's Jamaica Hampden JMLR 8 YO (2000 - 2008)

Liebe Rum Gemeinde,

heute gibt es einen Mai Tai, von dem ich im September 2011 schon begeistert war, und das, obwohl ich ihn damals noch mit Giffard Orgeat und Marie Brizard Curacao gemacht habe. Während letzteres nicht so sehr ins Gewicht fällt, ist das Orgeat aber definitiv eine klare Schwächung. Heute gibt's den Drink daher mit den Zutaten von 2013: Pierre Ferrand Orange Curacao und Meneau Orgeat! Ich bin gespannt...

Kurz zum Rum: der Cadenhead JMLR 8 YO wurde im Jahr 2000 destilliert und 2008 mit einem Alkoholgehalt von 63,2% vol. in Schottland abgefüllt, in jenem Land also, in dem er die Jahre zuvor auch lagerte. Es handelt sich dabei um eine Einzelfassabfüllung mit beschränkter Verfügbarkeit. War der Rum bis vor einem halben Jahr noch gut verfügbar, so muss man ihn inzwischen doch suchen. Er wurde in der Cadenhead Range von seinem 12 Jahre alten Bruder abgelöst, der hier ebenfalls schon besprochen wurde.


Mai Tai mit Cadenhead's Cask Strength Jamaica JMLR Hampden Distillery 8 YO:

Zum Drink selbst: wie z.B. beim Robinson Cask Smooth 55 oder beim Berry Bros. & Rudd. Hampden 1990 fällt seine sehr helle Färbung sofort auf, der Drink ist ein wenig heller als das verwendete Meneau Orgeat, der Rum selbst hat eine strohige Farbe, aber noch leicht intensiver als die des Robinson oder des BBR, aber die nehmen sich nicht viel.


Mai Tai mit Cadenhead Jamaica Hampden JMLR 8 YO
Es folgt der erste Schluck. Und hier bin ich zunächst einmal überrascht! Da hatte ich, vor allem damals bei der Erstverkostung, deutlich mehr Feuer und alkoholische Schärfe erwartet, der Rum kommt mit stolzen 63,2% vol. um die Ecke, ist aber total smooth und trotzdem sehr präsent. Der Drink ist sofort angenehm trinkbar, schmeckt ausgezeichnet. Hampden Flavour in Pot Still Manier kommt herrlich durch und die übrigen Zutaten des Drink harmonieren super mit dem Hampden 8 YO und rücken ihn so in ein ausgesprochen schönes Licht, umgarnen ihn regelrecht. Eine sehr fruchtig, erdige Mai Tai Variante. Diese Kombination funktioniert fantastisch, der Mai Tai ist absolut ausballanciert und dem Smith & Cross Mai Tai z.B. absolut überlegen.

Fazit: hier habe ich es wirklich mit einem grandiosen Mai Tai zu tun! Ist dieser Rum das wert? Nicht um ihn als Standard Mai Tai festzusetzen, da können zu viele günstigere zu viel, wohl aber, um sich ab und zu etwas besonderes zu gönnen. Sehr schön sieht man hier, dass es eben nicht 50 Euro sein müssen, es aber sein können. Man bekommt viel geboten und wird nicht enttäuscht, ich war jedenfalls sehr zufrieden! Wäre der Preis nicht, dann würde ich hier eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen, so aber sollte man sich zwei mal überlegen hier zu investieren, denn es wird zwar mehr, aber nicht ganze Welten mehr geboten, als für 20 bis 25 Euro, das zumindest finde ich.

Bis Morgen,
Flo

Freitag, 3. Mai 2013

Pierre Ferrand Orange Curacao

Liebe Rum Gemeinde,

nachdem das Orgeat von Meneau gestern den Anfang gemacht hat, gibt's heute den andernorts schon viel gelobten Orange Curacao von Pierre Ferrand im Mai Tai. Endlich! Ja, ich habe mich da schon sehr drauf gefreut, dass die alten Reviews auch endlich auf Barrel Aged Thoughts online gehen. 
Der Likör ist erst vor ca. einem Jahr auf dem Markt erschienen und fand Anfang des Jahres 2012 auch zu uns nach Deutschland. Entwickelt wurde der Curacao von Cognac Ferrand in Zusammenarbeit mit dem bekannten Cocktailhistoriker David Wondrich auf der Grundlage eines historischen, französischen Rezepts für Curacao aus dem 19. Jahrhundert. Die Basis für den Likör bilden Brandy und Ferrand Cognac, sein Alkoholgehalt beträgt 40% vol. Der Preis ist für einen Curacao schon etwas gehoben, ca. 20 € muss man für eine Flasche bezahlen (Vgl. Marie Brizard: ca. 12 €). Zur Aufmachung: diese ist, meiner Meinung nach, wirklich gelungen, man bekommt sofort das Gefühl, ein sehr wertiges Produkt vor sich stehen zu haben. Passend zum historischen Rezept wirkt auch die Flasche wie aus vergangenen Tagen. Auf ihr finden sich zusätzlich jede Menge Informationen zum Curacao selbst, zu seiner Entstehungsgeschichte und schließlich auch noch kurze Verkostungsnotizen.
Pur verkostet, ist der Curacao in erster Linie anspruchsvoller und etwas weniger süß als der von Marie Brizard, sehr fruchtig mit leichten Bittertönen. Mein Eindruck ist, dass, neben seinem Einsatzgebiet als Orange Curacao, mit diesem Produkt auch Cointreau hervorragend ersetzt werden kann. Nun teste ich ihn im Mai Tai, der Rum an seiner Seite wird der LPS Single Rum 1993 2nd Release sein.

Mai Tai mit Pierre Ferrand Orange Curacao:

Mein neuer Favorit im Mai Tai: Pierre Ferrand Orange Curacao
Farblich beeinflusst der Curacao den Drink nicht anders als der einst standardmäßige Marie Brizard. Ein dunkles Orange haben beide Curacaos gemein, so dass sich auch der Drink nicht anders zeigt als sonst.

Geschmacklich meine ich sofort, deutlich mehr Curacao als sonst im Drink zu haben. Ich habe einen Mai Tai mit Marie Brizard Orange Curacao daneben gestellt und bekomme dort im Direktvergleich die Bestätigung: im Vergleich habe ich beim Mai Tai mit MB viel mehr vom wuchtigen LPS als beim Drink mit Ferrand. Dort kommt die Orange viel mehr durch, kann sich sehr gut gegen den Rum behaupten, weswegen ich u.U. den Anteil an Curacao etwas verringern würde. 
Der Curacao ist deutlich stärker, aber auch feiner und eleganter als der Marie Brizard, drückt dem Drink viel mehr seinen Stempel auf, verleiht ihm Tiefe, macht ihn kompletter und komplexer. Sehr schön! Ein bisschen weniger Curacao darf es für mich noch sein, aber die generelle Aufwertung des Curacao im Drink gefällt mir sehr, sehr gut.
Ich habe, wenn auch einen Tag später (am selben Abend ging das nach dem Direktvergleich zwischen dem MB und den PF wirklich nicht mehr ;) ), nochmals einen Mai Tai mit PF Orange Curacao gemixt, dieses Mal 1,25 cl Curacao genommen. Dadurch wurde der Curacao deutlich in den Hintergrund gestellt, kam jedoch noch deutlich genug durch, aber hier wiederum, hätte es für meinen Geschmack eine Ecke mehr sein können. Die Ballance zu finden ist hier also nicht so einfach. Ich gab nachträglich nochmal einen Dash dazu, so dass es nun ca. 1,35 cl gewesen sind, das passte nun. Und es passt perfekt!

Fazit: der Marie Brizard Orange Curacao, der bis zu diesem Tasting mein Standard im Mai Tai gewesen ist, hat seinen Meister im Pierre Ferrand gefunden, den ich seither dem Marie Brizard vorziehe. Ich war mit MB nie unzufrieden, im Gegenteil, und habe mit ihm hervorragende Mai Tais getrunken. Dieser Curacao stellt mich hingegen einfach noch zufriedener, gefällt mir noch besser. Der Preis ist schon deutlich höher als beim Marie Brizard (~ 12 € : ~ 20 €), mir ist er das Geld aber wert und meine Empfehlung geht daher zum Pierre Ferrand Orange Curacao, ein hervorragender Curacao, der sicherlich auch noch viele weitere Anwendungsmöglichkeiten bietet.

Beste Grüße und bis morgen, 
Flo